Herzlich willkommen!


Herzlich Willkomen beim Projekt DReAMBiKe!



Hier könnt Ihr erfahren, warum und wie ich mir mein eigenes Traumfahrrad aufgebaut habe - mein DReAMBiKe.



Dazu gehört natürlich auch ein kleiner Rückblick auf meine bisherigen Bikes - das Projekt DReAMBiKe wäre ohne seine Vorgänger so sicher nicht entstanden.



Hier geht es los: Am Anfang war das Rad.

Dienstag, 17. Januar 2012

Jungfernfahrt!

Hallo Leute,

ich habe also im Februar letzen Jahres mein Baby fertiggebaut.

Und los gings: Am ersten Halbwegs trockenen und "warmem" Tag habe ich eine erste Ausfahrt unternommen, Mannheim - Speyer - Kollerfähre war angesagt. Danach habe ich folgendes in mein Tourenbuch geschrieben (jaja, sowas habe ich...):

"Jungfernfahrt Dreambike!! Phantastisch!!! Sitzposition, Vorbaulänge, Rahmengröße, Sattel super, Schaltung perfekt eingestellt, Übersetzung passend ausgewählt, schnell, macht einen stabilen Eindruck, rollt total leicht, Bremsen gar nicht so schlecht, gar nicht kippelig, ggf. Lenkerband besser wickeln."

Wie Ihr seht war ich von Anfang an ziemlich begeistert.
Wäre ja auch ziemlich bescheuert, wenn ich ein Vierteljahr und Tausend Euro versenken würde, und dann auch noch nen Blog schreibe um der ganzen Welt mitzuteilen: ich habe mich geirrt, der Bock ist total scheiße, fährt scheiße, klappert und bricht bald auseinander und, ach ja, offenbar habe ich keine Ahnung und bin auch noch so blasiert und schreibe da drüber im Internet... ne, las mal. Aber wirklich, das ganze hat echt von Anfang an super funktioniert.

Was mir von Anfang gut gefiel, war der stabile und steife Einduck. Zum einen hatte ich ich gleich ein sehr sicheres Fahrgefühl, ich dachte das ganze fühlt sich viel filigraner an, zumal es ja relativ filigran aussieht, zumindest im Vergleich zu mir.

Zum anderen hat mich wirklich begeistert, das es wirklich zu spüren war, wie alle Kraft in Vortrieb umgesetzt wird (verglichen mit meinem MTB). Das kannte ich so natürlich überhaupt nicht. Einmal kurz aus dem Sattel, 7,8 Tritte, und schon ist man mit 35 Sachen unterwegs.

Überhaupt war und bin ich immer noch von der Geschwindigkeit begeistert, die man erreichen kann. Klar, man muß natürlich schon auch was dafür tun, aber wenn mal echt ins Rollen kommt und vielleicht noch ein bisschen Rückenwind hat, das geht schon ab ... und vor allem, es hört auch nicht auf, wenn man mal aufhört zu treten. Ich kann mich erinnern, auf einer der ersten Ausfahrten "habe ich plötzlich bemerkt", das man vor Kurven mit dem Rennrad gegebenfalls tatsächlich Bremsen muss. Das kannte ich von meinem MTB nicht, da genügt es einfach aufhören zu treten.

Es war also alles perfekt! Alles? Naja, so ein paar Kleinigkeiten waren da schon...

PS: demnächst mache ich mal Bilder, wie das Ding aktuell aussaschaut..

Grüßle
MaDRock

Sonntag, 8. Januar 2012

Das Dreambike - Canyon Roadlite Custom

Hallo Leute,

das Projekt Dreambike neigte sich also im Februar 2011, zumindest was den Aufbau angeht, ziemlich rasch dem Ende zu.

Da ich immer, wenn Teile kamen und es technisch sinnvoll war diese auch gleich angebaut habe kann ich Euch nicht so genau sagen wieviel ich für den Aufbau tatsächlich an Zeit gebrauch habe, ich würde sagen so etwa 10 Stunden.

Das Dreambike wurde gemäß unten stehender Spezifikation Ende Februar 2011 (zunächst mal, ihr wisst schon, die böse Schraubsucht) fertiggestellt.


Rahmen Canyon Roadlite F6 2008, 7005 Ultralight Alum., Optisize Tubeset, austauschb. Ausfallende 62
Gabel Ritchey Carbon Comp
Steuersatz Tange integrated
Schaltwerk Shimano 105 RD 5600-SS
Umwerfer Shimano 105 FD 5600 B
Schaltgriffe Shimano SL-R770 Flatbar Rapidfire Plus Schaltgriffe 2/3x10-fach
Bremsgriffe Shimano BL R 770
Bremsen Shimano 105 BR 5600 silber
Naben Mavic Laufradsatz 28"/700 C Aksium
Zahnkranz Shimano 105 CS-5700 10-fach, 12-25
Kette Shimano CN 5600
Felgen Mavic Laufradsatz 28"/700 C Aksium
Reifen Continental Grand Prix 4000 700 x 23 C contigelb
Schläuche Continental Grand Prix 700x18-25
Kurbeln Shimano 105 Tretlager Hollowtech II FC-5750
Kettenblätter Shimano 105 Tretlager Hollowtech II FC-5750 50 / 34
Innenlager Shimano Innenlagerschalen SM-BB5700
Vorbau Syntace f139
Lenker Merida Flat Bar
Bar Ends eigen
Griffe/Band Deda Cork Lenkerband Orange
Sattel Selle Italia signo gelb
Sattelstütze Iridium
Pedale Shimano Pedalsatz PD-A520

Neben meinen optischen und technischen Ansprüchen war es mir ja auch wichtig, preislich im Bereich unter 1000€ zu bleiben. Für die oben stehenden Komponenten habe ich inkl. Versand zusammen 938€ ausgegeben.
Ich bin also Dank eifriger Preisrecherche und guten Angeboten bei Canyon, Rose, cycle-basar und Stadler relativ locker unter meinem Limit geblieben. Übrigens: wenn man die UVPs der einzelnen Komponenten zusammenzählt kommt man auf etwa 1800€, und ein technisch vergleichbares Einsteiger-Rennrad, zum Beispiel ein Canyon Roadlite Al 6.0 kostet um die 1000€.

Und so (ähnlich, es hatte schon auch ne Kette und die Züge waren sauber verlegt) sah das Deambike vor dem ersten Rollout aus:




Ich war jedenfalls sehr zufrieden und werde demnächst von der ersten Ausfahrt und einem meiner persönlichen Saisonhighligts der BASF RheinNeckar Radtour 2011, berichten.

Außerdem mussten noch ein paar klitzekleine Veränderungen vorgenommen werden.

Bis bald
MaDRock





Back again

Hallo Leute,

ich möchte mich nach etwas längerer Zeit wieder zurückmelden.

Der Grund dafür ist recht einfach: das Dreambike ist fertig, zugegebebnermassen schon seit März letzen Jahres, und ich habe, anstatt am Blog weiterzuschreiben, lieber mein neues Spielzeug um den Block gescheucht. Aber der Reihe nach.

Wenn Ihr Euch zurückerinnert, die Komponenten des Dreambike waren schon ziemlich alles ausgewählt, und als letztes habe ich über die Laufräder geschrieben.
Ich habe mich also für die Mavic Aksium entschieden, und wollte mir noch einen passenden Reifen dazu aussuchen.

Prinzipiell bin ich ja ein großer Freund von Schwalbe Reifen, zumindest am Stoker fahre ich seit nunmehr drei Jahren nichts anderes mehr. Da ich aber etwas Knalliges gesucht habe, war ich mit dem Sortiment von Schwalbe nicht so zufrieden. Die Ultremos gibt es zwar in verschiedenen Farbversionen, aber die sind alle nur Schwarz mit "Ziersteifen" drin. Da fand ich die Reifen von Conti, allein schon wegen der Farbe, viel interessanter, die sind nämlich "vollfarbig". Und praktischerweise ist das Firmenlogo von Conti auch orange (offiziell heisst die Farbe "contigelb"), und das passt natürlich super zum orangen Zierstreifen am Roadlite-Rahmen. Außerdem haben einige Foren die Contis, vor allem die Grand Prix 4000, sehr gelobt, und so habe ich mich für diese entschieden.


Und das die Reifen "handmade in Germany" sind, genau wie das Dreambike, hat mir die Entscheidung nur leichter gemacht.


Bis bald

MADROCK

Montag, 11. April 2011

Läuft!

Hallo Freunde,

heute will ich das nächste Kapitel angehen. Meine Laufräder:

Ich hatte mich damals, als ich mir mein Stoker gekauft habe, relativ lange mit diesem Thema beschäftigt. Zunächst einmal aber nicht so sehr unter leistungsorientierten Aspekten, sondern vor allem wegen des Themas Stabilität, naja, bei 100 und ein paar gequetschten Kilos auch kein Wunder.

Daher wusste ich noch, das einige Hersteller bei 100 und ein paar gequetschten Kilos auch die maximale Belatungsgrenze führ Ihr Material ansetzen. Was nun: Etwas beunruhigt habe ich mir mal ein paar  Foren vor die Brust genommen, doch gingen die Meinungen meilenweit auseinander, von "Joh, passt scho", bis zu "Finger weg, die Dinger brechen schon bei der kleinsten Bodenwelle".

Beim Stoker kam ich dann über kurz oder lang zur Firma Mavic, die boten damals mit dem Crossride einen ziemlich preisgünstigen Systemlaufradsatz an, und auf den ersten und zweiten Blick habe ich auch nicht irgendwelche Gewichtslimits entdeckt (ganz ehrlich, das Kleingedruckte habe ich nicht gelesen - hüstel).
Auf jeden Fall habe ich die Dinger seit mittlerweile über drei Jahren auf dem MTB, und die sind super!! Leicht, steif, stabil, kein Schlag, kein Achter, gute Naben, keine Speiche kaputt, was will man mehr, und die sind auch preislich gar nicht so teuer.

Deswegen habe ich mich zunächst auch voller Zuversicht dem Mavic Sortiment, diesmal aber in der Rennradecke, zugewandt, und fand dort das Aksium, das ist das Einsteigermodell. Rein preislich bin ich dann aber doch nochmal in die zweite Runde geschickt worden - 180 € waren mir eigentlich zuviel.
Bei Campagnolo fand ich das günstigere und auch schöne Khamsin:



 Vor allem diese Dreierpackungen der Speichen fand ich ziemlich cool, und das vorne und hinten unterschiedlich ist, hat auch was, gut oder schlecht, keine Ahnung, anders halt. Preislich mit 130 € auch ok.
Dann habe ich mir die technischen Details mal etwas näher angesehen, scließlich habe ich aus meiner Short Cage ja auch was gelernt. Und was find ich: die Campa Laufräder sind nicht mit den Shimano Kassetten kompatibel. So ein Scheiß! Aber es gibt ja ein Adapterstück, für 45 Mücken. Also erhlich, 45 € für ein Buchse mit ein paar Nuten drin - no way.

Ziemlich genervt habe ich mich dann weiter umgesehen, und habe dann Seite Laufradprofi gefunden, und dort das ARROW, siehe unten.








Die Räder werden wohl von diesem Shop indviduell aufgebaut, ich konnte aber keine Referenzen finden, und letztlich habe ich denen nicht recht über den Weg getraut - nur so wegen Bauchgefühl und weil ich irgendwie immer noch mit einem Auge auf den Mavics hing.

Also habe ich eine ewig lange Suche nach den billigsten Mavic Aksium gestartet - und sie dann bei cycle basar gefunden - für 124 € in schwarz.

Und so sieht es aus:


Thats it.
Und jetzt wurde es grell - ich habe orange Reifen gesucht! Gibt es sowas? Nein......oder doch?

Bis bald
Euer
MaDRocK

Mittwoch, 30. März 2011

Zu kurz gedacht!

Hallo liebe Leserinnen und Leser,

heute will ich kurz noch die Antriebsgeschichte vervollständigen.

Bis hierhin hatte ich also eine Kurbel, eine Shimano 105 mit 50-34 Zähnen und eine 105er Schaltwerk mit kurzem Käfig.
Jetzt wollte ich also ein passendes Ritzelpaket auswählen, um auf der einen Seite eine möglichst gute und feine Abstufung im Wohlfühlgeschwindigkeitsbereich einerseits, und andererseits ein möglichst großes Ritzel für die Berge zu haben.
Nach einiger Recherche habe ich eine sehr interessante Site gefunden, einen so genannten Ritzelrechner, wo man mit Übersetzungsabstufungen, Geschwindigkeit, Entfaltung und Trittfrequenz rumspielen kann. Nach dem ich mich ein bißchen in das Thema eingedacht hatte, war meine erste Wahl ein Ritzelpaket mit 27-12 Zähnen.
Glücklicherweise habe ich dann nochmal die technischen Daten vom Schaltwerk durchgesehen, um zu überprüfen, ob das mit dem 27er Ritzel auch funktioniert. 27 Zähne waren kein Problem, aber dann bin ich das erste Mal über den Begriff "Kapazität" gestolpert. Was ist das jetzt schon wieder?
Es ist so: die Kapazität gibt an, wie viele Kettenglieder das Schaltwerk durch das "nach hinten schwenken" ausgleichen kann, ohne das die Kette die Spannung verliert. Das klingt kompliziert? Ist es auch! Aber wenn man sich überlegt, was beim Schalten passiert, wird das schnell klar. Es ist natürlich ein Unterschied, ob die Kette vorne und hinten auf dem großen Blatt  bzw. Ritzel läuft oder jeweils auf den Kleinen. Und genau diese Differenz der Kettenlänge wird durch die Federspannung im Schaltwerk ausgeglichen und so die Kette auf Spannung gehalten.

Um die Kapazität, die man bei einer bestimmten Konfiguration der Antriebskomponenten benötigt, zu bestimmen, muss man also ein bisschen rechnen. Man nimmt die Differenz der Zähnzahlen der Kettenblätter (also bei mir 50 - 34 = 16) und addiert sie zu der Differenz der Zähnezahlen von größtem und kleinstem Ritzel.  Ich hatte also das 27-12 im Auge, was 15 ergibt und mit den 16 von oben in Summe 31. Aha!

Scheiße, denn die Kapazität meines Schaltwerks war mit 29 angegeben. Was nun? Wer mich kennt, weiß, dass ich auf solcherlei Vorgaben nicht besonders viel gebe, eh alles besser weiß, und "dass schon irgendwie zum Laufen zu kriegen ist". Außerdem wollte ich meine Idealübersetzung nicht so ohne weiteres nur Aufgrund der unverbindlichen Empfehlung irgendeines japanischen Konstrukteurs über die Wupper schicken.  Andererseits habe ich ja auch eingesehen, das ich als Hobbyschrauber durchaus noch Lernpotential habe, denn, wie gesagt, bis vor zwei Minuten hatte ich (der große Schrauber) noch nie was von Schaltkapazität gehört (kleinlaut Schwanz einzieh...) und so habe ich mich nochmal durch alle möglichen Foren gehangelt.

Die Aussagen gingen von "passt scho" bis "Kette reißt, Abflug", und so habe ich mich letztlich voller Demut für das Ritzelpakt 12-25 mit der Abstufung 12-13-14-15-16-17-19-21-23-25 entschieden.

Und so sieht das Baby aus,  in Einzelteilen beim Zusammenbau


und fertig:


Und das alles nur wegen einem kurzen Käfig, naja, wenigstens ist das Schaltwerk 8g leichter als das mit dem langen (die 8g retten mich bestimmt, wenn ich mich irgendeine Rampe hochquäle, bei 30°, und mir sehnlichst zwei Zähne mehr wünsche..).

Um das Kapitel kurz abzuschließen, sei noch kurz erwähnt, das ich mir einen 105er Umwerfer und eine Ultegra 10-fach Kette besorgt habe, und das alles ohne größere technische Klimmzüge.

Damit war der Antrieb also fertig, und jetzt konnte ich mich drum kümmern, dass ich die PS auch auf die Straße krieg.. Laufräder standen als nächstes auf der Liste. Auf den Bildern oben kann man ja schon ein bißchen spicken. Mehr davon beim nächsten Mal.

Bis bald
Euer
MaDRocK

Montag, 21. März 2011

Ich bin ein Prinzipienreiter (vor allem bei anderen)

Hallo Gemeinde,

nach etwas längerer Posting-Auszeit möchte ich mich mal wieder melden .. auf die Schraubsucht folgte die Schreibfaulheit. Sorry dafür, ich gelobe Besserung und möchte wieder regelmäßiger schrauben, ähh, schreiben.

Ich will Euch in diesem Post ein bißchen was über meinen Antrieb erzählen, präziser gesagt natürlich über den Antrieb des Dreambikes. (Mein Antrieb ist vorzugsweise Steak, gerne vom Lamm, drapiert über einem schönen Romana-Salat  - mmh!).

Dabei geht es in erster Linie um die Auswahl des Kurbelmodells und der Abstufung des Ritzelpakets.

Ich hatte mich ja schon für die Shimano 105 Gruppe entschieden, und da ich am Anfang ziemlich ahnungslos war (ok, ich war sogar völlig ahnungslos) habe ich mir erstmal ein Schaltwerk bestellt: Wie ich so über die Canyon-Seite surfe, stolpere ich unter der Rubrik Outlet über ein Shimano 105 Schaltwerk, die genaue Modellbezeichnung war Shimano RD 5600 SS, für humane 29 €. Und da es praktischerweise auch noch Bremsen von der 105 gab, sowohl für vorne als auch für hinten, auch die preislich mit je 25 € im Rahmen - her damit. Die drei hubsch funkelnden Brocken sind unten zu sehen.

Ich habe keine Sekunde nachgedacht, ob ich damit irgedwelche technische Entscheidungen treffe und das war im nachhinein etwas doof. Soviel vorneweg: das Kürzel SS in Bezeichnung des Schaltwerks bezeichnet die Variante mit ShortCage, also mit kurzem Käfig. Der technisch versierte Leser wird es schon ahnen, wenn es eine Variante mit kurzen Käfig gibt, dann gibt es wohl auch eine mit langem Käfig... in der Tat, die gibt es, und für was die gut gewesen wäre erzähl ich später.

Bei der Kurbel habe ich mir dann das erste Mal technisch so ein paar Gedanken gemacht. Mein Kumpel Ulrich hatte sich ja vor nem Jahr etwa ein schickes Rennrad zugelegt, und daher war mir noch ziemlich gut im Hinterkopf, dass er sich auch über diesen Punkt lange Gedanken gemacht hat.
Prinzipiell muss man sich erstmal zwischen einer zweifach oder einer dreifach Kurbel entscheiden. Dies zu entscheiden viel mir sehr leicht, ich möchte fast sagen, dass ich mich sogar gar nicht entscheiden mußte. Das haben meine, zugegebenermaßen etwas eigenen, verqueren und manchmal auch unbequeme Prinzipien für mich erledigt: Wer an einem Rennrad eine dreifach-Kurbel fährt, der sollte das Rad besser stehen lassen! Auch Stimmen, die sagen mögen, dass aus rein praktischen Erwägungen, bei Hungerast, schlechter Form, partiell erhöhter Schwerkraft oder sonst einer windelweichen Ausrede ein Dreifachblatt ja gar nicht so schlecht ist, auch denen sage ich: wenn du mit zweifach den Berg nicht hochkommst, dann dreh um oder steig ab. Punkt.
Nur das keine Mißverständnisse auftauchen: Ich bin alles andere als ein superfitter Hardcore-Biker, und schon gar keine Bergziege (eher so ein Bergbär, bergab enorm schnell) und bei uns in der Gegend (Odenwald zum Beispiel) gibt es eine Menge steiler Berge, so 400 Höhenmeter mit um die 10% können das schon sein. Aber so lange ich die mit dem Dreambike nicht hochkomme, und das Ding wird eine zweifach-Kurbel haben, soviel steht fest, wird halt in der Ebene gefahren, trainiert, gefastet oder zur Not auch geschoben. Ende. Man läßt sich ja auch nicht mit dem Hubschrauber auf den Everst fliegen, wenn man halbwegs gesund und bei Verstand ist und einen Funken Ehre hat.

Zweifach also, aber welche Übersetzung: die Heldenkurbel, nur echt mit 53 Zähnen, oder aber Compact, also 50-irgendwas. Ich habe mich für die - na, was denkt Ihr, (nach so markigen Sprüchen bleibt doch nur die Heldenkurbel, oder?), ja genau, für die Compact mit 50-34 entschieden. Warum? Naja, wie gesagt, ich bin nicht der superfitte Hardcore-Biker, und letztlich will ich ja schon eher fahren als nur das Dreambike durch die Gegend zu schieben.

Jetzt habe ich aber immer noch nicht erklärt, warum ein so kurzer Käfig Kacke ist,...das mach ich nächsten Post.

Bis denne
Euer MaDRocK

Dienstag, 1. Februar 2011

Die Dreambike-Gruppe - Shimano 105

Hallo liebe Leser,

ich möchte mich mal kurz für das nette und positve Feedback bedanken. Der Blog hat diese Woche die 300 Hits-Marke durchbrochen - Danke für das Interesse.

Aber nun weiter im Text:

Wie gesagt meine Wahl viel relativ schnell auf die 105.

Design; Funktion, Preis und dieses gewisse Maß an Understatement (keine Ahnung, ob das wirklich so ist, aber ich nehme es so wahr) waren für mich die ausschlaggebenden Gründe.

Da aber die endgültige Konzeption noch nicht klar war, wollte ich natürlich nicht erstmal eine komplette Gruppe kaufen.

Es zeigte sich, das zunächst zwei Entscheidungen getroffen werden mussten, um die konkreten Komponenten auszuwählen:
  • Die Lenkerform
  • Das Farbkonzept (klingt etwas hochgestochen, die Farbe der Anbauteile halt)
  1. Lenkerform
Die Auswahl der Lenkerform war aus verschiedenen Gründen eine sehr weitreichende und besonders schwierige Entscheidung.
Zunächst einmal beeinflußt die Lenkerform ganz massiv die Optik.
Da ich ja etwas eigenwilliges, aggressives im Auge hatte dachte ich zunächst an einen Hornlenker, ähnlich wie bei einem Bahnrad oder als Basislenker für ein Triathlonrad. Das ganze umwickelt mit einem knalligen Lenkerband - das konnte ich mir ganz gut vorstellen (um ehrlich zu sein, so ganz tot ist der Gedanke auch immer noch nicht, vielleicht irgendwann mal).
Allerdings gibt es bei einem Hornlenker Restriktionen was die Montage von Brems- und Schaltgriffen angeht. Bei einem Triathlonrad gibt es oft spezielle Schalter, die allerdings nicht unten am Hornlenker, sondern vorne an den Grifftstücken des eigentlichen Triathlonlenkers montiert sind. Die Bremsgriffe sind dann in die Enden der Hörner eingesetzt. Das ganze ist sicherlich auch die aerodynamisch beste Lösung, aber funktioniert eben mit "nur Hornlenker" nicht. Gegen die Montage der Bremsgriffe an den Hörnern der Hornlenker spricht meiner Meinung nach auch die Alltagstauglichkeit. Man muss entweder immer nach vorne greifen, um bremsbereit zu sein (das ist bestimmt super bequem und eine Wohltat für meine Handgelenke und meinen Rücken) oder eben tatsächlich umgreifen. Das hätte dann etwa so ausgesehen. Neee, optisch zwar nett, aber das war es nicht. Im Stadler in Mannheim habe ich dann mal einen Pinarello Singlespeeder gesehen, der hatte ganz normale Bremsgriffe am oberen, geraden Teil eines klassischen Rennradlenkers. Diesmal andersrum: funktional ok, aber optisch Kacke

Nach weiterer Rechcherche habe ich dann noch diese Variante gefunden: Eine normale Rennrad-Bremsschaltkombi an einen Hornlenker gefummelt. Finde ich ne nette Idee, hat aber aus meiner Sicht auch wieder nur bei echt sportlichen Einsatz eine Berechtigung, da zu extreme Sitzposition.
So einfach war das also nicht mit dem Hornlenker! Was nun?

Ein normaler Rennradlenker kam eigentlich nie in Frage, das war mir irgendwie zu gewöhnlich. Außerdem, ohne das ich es je ausprobiert hatte, ich bin relativ sicher, dass ich mit der Sitzposition so meine Probleme hätte. Was heißt Probleme - Obergriff ist ja ok, aber ich sehe mich nicht im Untergriff, im finalen Endspurt einer Etappe, nee las mal.

Und dann kam mir eine, wie ich finde, ganz coole Idee: Ich hatte ja das Merida Hornet zu einem UBC umgebaut, und im Keller flog noch der alte Flatbar rum . Ein kerzengerades Rohr aus ehrlichem, verchromtem Stahl. Das ganze dann garniert mit ein paar kleinen Bar Ends. Das könnte was werden.
Zufälligerweise passte der Lenker auch in die Vorbauklemmung, und so habe ich mich dafür entschieden.

Und so sieht das ganze in der Rohform aus:


Damit war klar, das ich normale Brems- und Schaltgriffe benutzen konnte, was mir mehr als recht war.


2. Farkonzept

Ich habe relativ lange überlegt, ob ich die Anbauteile in silber oder schwarz nehmen soll. Ihr denkt Euch vielleicht "Junge, wenn Du sonst keine Probleme hast...", aber ernsthaft: Ich habe mir da echt Gedanken gemacht.

Für Schwarz sprachen die cleane, zurückhaltende und schlichte Optik. Ich mag zum Beispiel auch schwarze Leichtmetallfelgen auf nem zum Beispiel weißen Auto - dort wirkt das aber eher etwas krawallig.
Und für Silber? Erstens glänzt es halt so schön, ich steh einfach auf metallisch funkelndes Zeug. Außerdem erschien es mir auch notwendig, den schwarzen Rahmen optisch etwas aufzumotzen. Ein bisserl BlingBling hat da noch nie geschadet.

Nur zu Erinnerung: ich wollte ja möglichst individuell und auffällig für einigermaßen vernüftiges Geld, daher also BlingBling. Der Gegenentwurf dazu sind für mich die Bikes von Moots. Die Dinger sind wohl super, Titanrahmen und so, aber die sehen so understated aus, dass mir fast das Gesicht einschläft. Ach ja, der Rahmen von dem Teil kostet schlappe 3200€, soweit ich weiß. Nur der Rahmen, ca. 6 laufende Meter Titanrohr! Wer´s braucht!?!

Kurzurm: Gestaltungsmäßig war ich klar unterwegs. Also: Einkaufen - Bestellen - Losschrauben.
Von wegen: Jetzt wurde es technisch: Zähnezahl, Ritzel, Übersetzung - logisch, für den halbwegs gewieften Hobbyschrauber alles kein Problem. Aber: Short oder LongCage, Kompaktkurbel, Schaltungskapazität, Spreizung das war für mich erstmal Rennradfahrerlatein.

Mehr demnächst!

Bis bald
Euer MaDRocK